Ein Gemüsefeld namens Knolle, der Postbeamte Emil Pelle … oder warum ich jetzt auch Gartenbücher lese

Unser Feld im Juli 2014

Unser Feld im Juli 2014 © Über den Kastanien

Eine Sonnenblume vor blauem Himmel – so sah der Buchumschlag des dicken Gartenbuchs aus, von dem wir damals im »Haus des Buches« in Dresden mehrere Paletten pro Tag verkauften. Nicht nur die Nachfrage nach den Neuerscheinungen von Volker Braun, Christa Wolf, Christoph Hein, Erwin Strittmatter oder Tschingis Aitmatow war in der DDR groß, auch die sogenannten Hobbybücher waren heiß begehrt. An erster Stelle standen dabei Titel über Eisenbahnen, dicht gefolgt von Kochbüchern und eben allem, was es über Gartenarbeit gab. Solche Bücher eigneten sich auch prima als Tauschobjekt gegen Handwerkerleistungen zum Beispiel. Obwohl Koch- und Gartenbücher in der Regel in großen Auflagen gedruckt worden sind, waren sie schon nach wenigen Tagen vergriffen. Weiterlesen