Bücherwahn oder nicht alle Give-aways sind ein Grund zum Ärgern

Eigentlich mag ich es ja nicht, wenn ich in einer Buchhandlung ungefragt ein sogenanntes Give-away mit in die Tüte gesteckt bekomme. Lesezeichen habe ich schon genug und Kataloge mit als Buchempfehlungen getarnten Anzeigen will ich sowieso nicht durchblättern. Sollte ich doch mal bei »Thalia« ein Buch kaufen, was sehr selten passiert, sage ich meistens, also nicht nur wegen des Umweltgedankens, dass ich keine Tüte möchte. Möglicherweise bringt das die Buchhändlerin oder den Buchhändler, die offensichtlich bei den großen Ketten dazu verpflichtet sind, nicht nur zusätzlich Nonbooks sondern auch Werbezeug zu vertreiben, in Verlegenheit. Aber vielleicht ändert sich mal etwas an dieser Praxis, wenn sich nicht jeder immer alles unkommentiert in die Tüte stecken lässt.

IMG_20140303_084210Bei unserem diesjährigen Weihnachtseinkauf in einer kleinen Buchhandlung haben wir allerdings mal eine wirklich schöne Zugabe in die Tüte bekommen. Eine Überraschung sozusagen, denn wir bemerkten nicht, dass der Buchhändler es uns mit in die Tasche gepackt hatte. Es handelt sich um eine attraktive Ausgabe von Gustave Flauberts erster Erzählung »Bücherwahn«. Offensichtlich wurden diese kleinen Broschüren vom Hanserverlag 2012 innerhalb einer Werbeaktion für Buchhandlungen vertrieben, die das Ziel hatte, für neu übersetzte Klassiker der Weltliteratur zu werben. Weiterlesen

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