»Hanas Koffer« – Eine Recherche – Teil I

Gegen das Vergessen

Hana Bradys Geschichte ist dank des Jugendbuches »Hanas Koffer«, geschrieben 2002 von der kanadischen Journalistin Karen Levine, um die Welt gegangen. Es erschien bisher in 40 Sprachen. Die deutsche Ausgabe gibt es seit 2003 im Ravensburger Verlag in einer Fassung der  Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler.

Sechs Millionen Menschen sind in Europa durch den Holocaust ums Leben gekommen. Eine unvorstellbar hohe Zahl, die aber abstrakt bleibt, wenn die Geschichten der betroffenen Menschen nicht erzählt werden. Über 70 Jahre nach dem Holocaust ist die Gefahr groß, dass diese schrecklichen Geschehnisse verharmlost, verleugnet oder aus dem kollektiven Gedächtnis langsam verschwinden könnten. Zeitzeugen wird es bald nicht mehr geben. Um so wichtiger ist es deshalb, dass die Biografien der Holocaustopfer dokumentiert und verbreitet werden.

Im Jahr 2014 begannen der Blogger Arndt Stroscher und die Malerin Peggy Steike ihr Projekt »Gegen das Vergessen«, mit dem sie schon in vielen Schulen und anderen Institutionen unterwegs waren. Ein Teil davon ist ein Koffer, der seit drei Jahren verliehen wird. Er enthält das Buch »Hanas Koffer« sowie sehr viel passendes Begleitmaterial, welches teilweise von den »Gastgebern« hinzu gefügt wurde. Jeder kann seine Gedanken zu Hanas Geschichte in einem beiliegenden »Erinnerungsbuch« aufschreiben. Ich habe bei diesem Projekt sehr gern mitgemacht.

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